Warum ich meinen Geschwistern meinen Erfolg verdanke

Photo Credit: weltbeste Fiona. Mit freundlicher Genehmigung.

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Schreibt mir doch letztens meine kleine Schwester, die eigentlich nicht mehr so klein ist, nennen wir sie Hubi, aus ihrer Salzburger Luxusresidenz, wo sie auf ihrer vergoldeten Tastatur tippt und dabei Kaviarlikör aus Einwegkristallgläsern nippt – oder TREML-Punsch, je nach Jahreszeit – ich möge doch einmal genauer erläutern, warum ich meinen Geschwistern meinen Erfolg verdanke.

Sie ging zwar dann nach alter Hubimanier nahtlos zum nächsten Thema über, ein ganz revolutionär undurchgekautes noch dazu („Ist bei dir jetzt Nachmittag oder schon Abend?“ – nochmal zum Mitschreiben, 10 Stunden vorn. 10 Stunden vorn bin ich im Winter. Das ist sogar eine runde Zahl! Noch dazu die runde Zahl 10 und nicht 47980 oder sowas! Da musst du echt nur plus 10 rechnen! Das schafft man doch als ehemaliger TREML-Schüler. Besonders abenteuerlustige Personen können natürlich auch plus 14 und dann einen Tag nach hinten rechnen.) – ok, wo war ich?

Ah ja. Auf jeden Fall, ich hatte schon thematisches Blut geleckt. Ich präsentiere daher: Warum ich meinen Geschwistern meinen Erfolg verdanke – anhand dreier Beispiele.

(Wir werden Erfolg hier jetzt nicht näher definieren. Unerheblich für diese Abhandlung.)

1) Ich schwimme in meinem Geldspeicher bekanntlich in Talern, die ich unter anderem mit mehr oder weniger kreativen Schreibtätigkeiten verdiene.

Warum ich das kann? Weil eingangs erwähnte Klein-Hubi einmal über Monate hinweg eine regelmäßige Korrespondenz mit Marsmännchen zu führen pflegte, die ihr herrliche Briefe in grüner Tinte schrieben, aus einer weit, weit entfernten Galaxis. In Ermangelung echter Marsianer habe ich deren Part ghost-gewritten. (Ähm.) Ist ihr erst im Maturajahr aufgefallen. Ich bin eben gut!

2) Am liebsten mach ich die Dinge selbst. Ganz klar. Fürs Roheisen-Schleppen hole ich mir aber, wenns hart auf hart kommt, Hilfe. Delegieren ist im Leben wichtig.

Warum ich das kann? Weil ich schon als kleine Nini von hoch oben auf der Kommode meinen Geschwistern schrittweise diktiert habe, wie sie unser Zimmer zusammenzuräumen haben, die neueste Wendy in der Linken, Fencheltee in der Rechten. Pädagogisch und didaktisch wertvoll: mittels Spiel. Dem Roboter-Spiel. Beliebt bei ihnen. Äußerst beliebt bei mir. Und das Zimmer ward aufgeräumt. Noch Fragen?

3) Ich hab keine zu große Scheu vor Risiken und Nebenwirkungen diverser potentieller Deppenaktionen und mir war und ist im Leben viel Probieren, Basteln und Testen vergönnt. Ich möchte behaupten, dass ich dadurch ein erfüllteres und ausgeglichenes Mitglied der Gesellschaft wurde. Naja. 

Warum nur? Hierzu eine kleine Gartengeschichte. Es geht um eine Honigbiene, einen Dreiradler und meinen Bruder. Diese Geschichte ist schnell erzählt und endet leider schlecht für die Biene, die besagter Bruder als Vergeltung dafür, dass sie mich gestochen hat – woran ich natürlich selbst schuld war, aber erklär das einmal einem motorisierten, rachsüchtigen dreijährigen Outlaw – wüst beschimpft und mit dem Dreiradler mehrmals überfahren hat.

Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass Monsanto milliardenfach mehr Bienen auf dem Gewissen hat als der Burzi und ich gemeinsam und er sich mittlerweile anderweitig erfolgreich austobt.

Wer jetzt den Zusammenhang nicht ganz erkennt: ums Rückenfreihalten und den emotionalen Support gehts. Meine Geschwister behalten sich zwar das Recht vor, mir eigenhändig seelischen, intellektuellen oder körperlichen Schaden zuzufügen, aber wehe dem, der es sonst noch versucht.

Und vice versa, wie der seit über 20 Jahren runnende Gag mit der Teuferl-Puppe aus der Kasperlkiste, die immer und immer wieder genau dort und dann auftaucht, wenn die Hubi es am wenigsten befürchtet und obwohl sie das Teuferl schon zig Mal in den Dachboden gesperrt zu haben glaubte, beweist.

Und deswegen, ganz klar, verdanke ich meinen Erfolg meinen Geschwistern.

Frohe Ostern, ich hoff, der Osterhase bringt euch allen den verdienten Dreiradler! :)

5 Gedanken zu „Warum ich meinen Geschwistern meinen Erfolg verdanke

  1. Fuchsberger Maria

    hier gäbe es sicher noch viel mehr, warum du deinen geschwistern den erfolg verdankst – ich denke nur an die aufsicht im hause fuchsberger von den großen über die kleinen. der morgenbericht von hubi war kabarettreif.
    frohe ostern – freuen uns schon wieder auf dich.
    bussal
    die fuxis

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  2. Hubi, the Great. Who else?!

    Seeeeeeeeeeeehr witziiiiiiig!!! 🙉. 1.Längst Vergessenes und Verdrängtes raubt mir seit deiner Geschichte erfolgreich wieder den Schlaf!
    2. Ich hab bei dieser Bemerkung eher an eine Ode an die kleine Schwester gedacht. Pressefreiheit is ein Krampf!
    3. Gern geschehen! 😎 Trotzdem danke für die erheiternde Geschichte.

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