Montagsblues?

Am liebsten würd ich behaupten, es gibt kaum etwas, das ich wirklich nicht leiden kann. Zumindest sehe ich mich selbst gern als eine sehr offene Kreatur. Rosinen sind super, weiße Schokolade muss ich ja nicht essen, mit überdurchschnittlich großen Spinnen hab ich mich ein bisschen angefreundet und über den Rest kann man entweder spotten oder ihn mit Würde ignorieren.

Wenn Menschen oder Vorkommnisse auftauchen, die mir nicht so geheuer sind, denke ich mir gern eine wörtliche Übersetzung von „It takes all sorts to make a world“ – quasi, man braucht alle möglichen Gestalten, damit man eine gscheite Welt zusammenbringt. Ohne Vielfalt nur Fadesse, Wildblumenwiese des Lebens und so.

Wer aber bei mir gleich einpacken kann, Wildblumen hin oder her, sind die bekennenden Montagshasser. Mit Betonung auf „bekennende“, sprich solche, die es wöchentlich auf sich nehmen, alle Mitmenschen zu informieren, dass jetzt halt Montag ist und sie das wenig berauschend finden und sich schon jetzt freuen, wenn nächstes Wochenende wieder Wochenende ist.

Echt jetzt. Ich bin an Montagen in der Arschesfrüh genauso wenig vom Aufstehen begeistert. Vor allem, da ich in Australien im Gegensatz zum Waldviertel ja auch keine Vöglein des Waldes habe, die mir beim Anziehen helfen, während die Rehlein des Waldes in der Küche schon einmal die Bialetti anwerfen.

Aber reißen wir uns doch bitte kollektiv zusammen. Der Montag kann auch nix dafür! Nieder mit dem System, das uns vorschreibt, dass wir am Montag unglücklich sein sollen! Generell, nieder mit dem System, her mit dem Kaffee, raus an die frische Luft … ok, oder halt an die Luft, rein in ein Denken, das sich nicht auf böse Montage und göttliche Wochenenden beschränkt! Jawohl!

Übrigens. Um mehr Ordnung (haha) und Häufigkeit in meine Bloggerei zu bringen, hab ich ein paar neue Sachen beschlossen. Beispielsweise keine englische Übersetzung mehr. Ich weiß, ich weiß, das stößt jetzt ein paar Leute vor den Kopf. Aber ich möchte erstens nicht vergessen, für wen ich hier in erster Linie schreibe, nämlich für mich und für Deutsch. Zweitens hab ich keine Muse mehr, meine eigenen Witze zu übersetzen. Ich mein, besser werdens nicht.

Außerdem hab ich das Layout ein wenig geändert und da meiner Meinung nach die Schriftart zwar schön, aber fürs älter Leut (wer sich angesprochen fühlt, ist selbst schuld) schwieriger zu lesen ist, habe ich den ganzen Blog übersichtlicher auf eine Seite verlegt.

Außerdem werde ich öfter einen Blogeintrag mit einem Bild auf meinem allerliebsten sozialen Medium, Instagram, verbinden. So wie auch diesmal. Laut meinen Forschungsergebnissen würde das die Häufigkeit der Einträge steigern, wenn ich mich dazu bringen kann, jedes Mal parallel zum Foto etwas zu schreiben. Glaub ich. :)

6 Gedanken zu „Montagsblues?

  1. Paleica

    das layout hat mich auch schon ein paar mal sehr gereizt, das is wirklich hübsch. viel erfolg beim umsetzen der vielleicht verspäteten neujahrsvorsätz? ;) und ich gestehe, ich bin auch so ein montagsgrinch. aber ich geb mir echt mühe niemanden damit zu nerven ^.^

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  2. Fuchsberger Maria

    Hallo Katharina !
    freuen uns immer über deinen blogg. als senior kann man da auch mal den montagsgrinch auf den dienstag verschieben – oder ??
    bussal die fuxis.

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  3. Caro

    ich muss ja zugeben: das einzige, was ich noch mehr hasse, als montags-wäh-kommentare, sind montags-yay-letsdothis-kommentare. auf instagram. mit strandszenen als optisches beiwerk. da kotz ich dann gerne in meinen montagsmorgenkaffee, in den ich vorher schon meine montagmorgen-krokodilstränen geweint hab. heimlich.

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    1. rockelfe

      :D das beweist wieder: wichtig ist im leben eigentlich eh einzig und allein eins – die kaffeequalität. vom montäglichen reinheulen bis zum übers handy mit dem insta-strandgrausen kippen, alles leben ist kaffee.

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