Stimme aus dem Off

Freunde, Mitbürger, Römer …

Jetzt ist das eingetreten, was ich ja eh schon prophezeit habe, aber mir glaubt ja nie wer: ich hab gefühlte 892 Jahre nichts Vernünftiges gebloggt, wie man sagt, wenn man Insider in der Inside-Szene ist. Jetzt gebe ich aber dem Drängen der hungrigen Massen nach und werde wieder etwas  öfter gscheite Sachen von mir geben. Nehm ich mir jetzt einfach einmal vor. Hab sogar schon Kaffeehausmusik aufgedreht und aus Gründen der Nostalgie einen Staedtler-Bleistift 2B angespitzt und neben den Laptop gelegt.

Und nein, die drängende, hungrige Masse besteht nicht nur aus meinem Papa, der jedes Mal, wenn E.T. nach Hause telefoniert, unweigerlich von der Wohnzimmercouch aus in die perfekt auf ebendiese Couch ausgerichtete Skypekamera, die der hauseigene Technikfreak auf den Fernseher montiert hat, die Frage richtet: „Na, wann schreibst wieder was?“ – bevor dann minutenlang eine indigniert dreinschauende Katze vor die Linse gehalten wird oder die Internetverbindung zusammenbricht, weil starker Westwind.

Was gibts also zu berichten? Nach wie vor arbeite ich viel und verdiene wenig, aber what else is new. Wenigstens hab ich immer noch große Freude an meinen diversen Erwerbstätigkeiten, sowohl am Brotberuf als auch an meiner fragwürdigen künstlerischen Entfaltung.

Zweitens einmal ist es fast schon Sommer. Mein geschätzter Zitronenbaum trägt heuer nur sehr wenige Blüten. Bin konsterniert. Letztes Jahr sind mir ja schon die Zitronenrezepte bzw. die Abnehmer für meine ausgezeichnete Zitronenmarmelade ausgegangen und jetzt das? Zum Trost hab ich mir neben meinen Balkonkräutern auch Erdbeeren und Paradeiser in Töpfen zugelegt. Man wird sehen, ob die sich bereits nach der ersten oder erst während der zweiten großen Hitzewelle ins Topfpflanzennirvana verabschieden. In Australien bekommt das wunderbare Wortspiel – do dadiad a da, ent dadiad a da a und durt dada da a dadian – gleich ganz andere Ausmaße.

Drittens einmal steht Weihnachten auch schon wieder vor der Tür, was überhaupt nicht arg ist … es war doch gerade erst Ostern?! Die Lindt-Goldhasen in den Supermarktregalen belehren mich eines Besseren, zumal sie nämlich in Wirklichkeit weihnachtliche Lindt-Goldbären sind. Vor zwei Wochen hab ich beim Einkaufen schon mit Grauen das erste Weihnachtslied gehört. Mir wär fast der Bund Biospargel aus den Händen gefallen, den ich gerade saisongerecht beim Gemüsehippie meines Vertrauens erwerben wollte. Bitte wer dreams da of a white Christmas, es hat 35 Grad! Weihnachten wird mich heuer wahrscheinlich wieder genauso überrennen wie letztes Jahr, aber eigentlich ist das ja nicht so schlimm.

Übrigens! Ich hab natürlich auch vor, etwas ausführlicher über die knappen zwei Monate zu berichten, die ich 2015 auf dem werten Heimatkontinent verbracht hab. Zumindest ansatzweise hab ich mir damit den Traum vom endlosen Frühling-Sommer-Frühling-Sommer erfüllt und zwischen Skandinavien ums Eck und Skandinavien in Echtheit viel erlebt. :)

5 Gedanken zu „Stimme aus dem Off

  1. Fuchsberger Maria

    Mir geht es wie „old father“ auf der Trausmühle-Couch. Wann schreibst du wieder… aber das nächste Mal ein bissal mehr – ist so spannend.
    Die österreichische Angewohnheit – damit du’s nicht verlernst – Bussal links und Bussal re.
    Alles Liebe
    deine Gebirgsverwandten Onkel Peter u. Tante Maria

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