Wort zum Sonntag

Der Weg zum Subaru in der Dunkelheit des Waldes

Wie ich sieben oder acht Jahre alt war, habe ich gelernt, dass ich mich vor der Dunkelheit nicht fürchten muss. Das war schon eine wichtige Erkenntnis. Viele Kinder können sicher nicht von sich behaupten, so etwas eines Tages einfach bemerkt zu haben. Viele Erwachsene wahrscheinlich auch nicht.

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amerika

(15.6) amerika

barfuß, bebend,
gespannt wie ein pfeil in diesen zärtlichen bogen
bereit für alles erwarte ich nichts,
löse mich von meinem bogen,
katapultiere mich in die welt hinaus,
auf dass nichts mehr so sei, wie es war

„Die könnt ja schreiben … aber faul ist sie!“

Jemand, den ich sehr verehrt habe und der nach wie vor immer wieder in meinem Kopf auftaucht, obwohl er schon beinahe 10 Jahre nicht mehr auf dieser schönen Erde ist, ein Deutschprofessor, hat meinem 16- oder 17-jährigen gymnasialen Selbst einmal diesen Satz hingeworfen.

Den zweiten Teil, den eigentlichen Kern seiner Aussage, habe ich sofort wieder konsequent vergessen. In erster Linie, weil er damit natürlich Recht hatte. Der erste Teil aber, den er mit der gleichen resignierenden Inbrunst gesagt hat, wie den zweiten – dieser Teil hat mir seitdem schon sehr oft Mut gemacht.

Unter anderem jetzt, wo ich beschlossen hab, ein paar der Reime und Ungereimtheiten preiszugeben, die mir den lieben langen Tag über so einfallen. Wer die Posts nach der Kategorie „Weberknecht“ durchsucht, findet alle auf einen Haufen.

Also. Alles Walzer und viel Vergnügen.

If you don’t like it …

Seit einiger Zeit ringe ich jetzt schon mit mir selbst, was den Inhalt bzw. überhaupt das Verfassen des vorliegenden Posts betrifft. Eigentlich wollte ich in diesem Blog nicht politisch werden. Auf der anderen Seite ist es fast unmöglich, bei gewissen Themen ruhig Blut zu bewahren und wann ist man im Leben schon wirklich unpolitisch. Also tippe ich jetzt diesen hoffentlich kurzen Post frei von der Seele weg, einfach nur, damit er existiert.

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Wasser und Brot

Auf der großen weiten Welt gibt es ein paar Dinge – sagen wir, Produkte, Essen, Gefühle – die in ihrer Art so regionsspezifisch oder so fest an besondere Personen oder Lebensmomente gebunden sind, dass man kaum einen Vergleich dafür, geschweige denn etwas Vergleichbares in anderen Teilen der Welt finden wird. Das ist ja auch gut so, denn so bleibt der Planet spannend. Weiterlesen