The Best Things in Life und so …

The best things in life aren’t things.

Dem schlauen Typen, der das gesagt hat, dem geb ich Recht.

Aber Moment. Man muss ehrlich mit sich selber sein.

Und wenn ich das bin, dann kann ich das so natürlich nicht hundertprozentig unterschreiben. Es gibt da im Leben schon auch einige Dinge die recht gut und eben gleichzeitig ziemlich sicher auch Dinge sind, zum Beispiel Bücher oder Kaffeehäferl mit blöden Sprüchen drauf oder Gewürzmischungen von Sonnentor.

Um genau diese Rubriken an dinglichen Dingen geht es in der momentanen Phase. Obwohl die Visumsapplikation noch unausgefüllt herumliegt und bis zuletzt nix fix ist, steht mir Ende Jänner schon ein verhältnismäßig kleiner innerösterreichischer Umzug bevor und als die Logistikexpertin, die ich natürlich bin, denke ich voraus und möchte ungern zweimal innerhalb kurzer Zeit viele Sachen in Kisten packen, da noch traumatisiert von den letzten Umzügen der jüngeren Zeitgeschichte.

Leider liegt das Gepäcklimit relevanter Airlines immer kiloweise unter dem Gepäcklimit meiner Träume. Ich muss nun auch voraushandeln.

Jetzt heißt es Research betreiben, wer am günstigsten in die weite Welt verschickt und dann, oh Schreck, aussortieren. Stapelsystem wie folgt: Stapel A per Paketdienst nach Melbourne, Stapel B per Papa nach Waldviertel, Stapel C findet sich demnächst auf willhaben.at oder erreicht hoffentlich anderweitig willige oder unwillige Abnehmer. Besonders jüngere Geschwister eignen sich hierfür hervorragend.

Bei der Stapelbildung zeichnen sich zwei klare innere Gegner ab:

1) die Kathi, die sich keinesfalls von ihren Zeichenutensilien trennen kann oder ihren lächerlichen fünf Tonnen Türkissteinschmuck oder von zumindest der ausgelatschtesten Hälfte ihrer pferdescheißeverkrusteten Schuhe. Die Kathi, die das Befüllen ihres praktischen Kindle immer noch nicht der zwanghaften Anhäufung gebundener Ausgaben – gebraucht, geliehen, geklaut, geschenkt, gefunden – vorzuziehen vermag. Die Kathi, die so sehr an ihrem Purgstallomaporzellan hängt, von dem ihr eh die Hälfte schon runtergefallen ist, was den Rest aber umso herzverbundener macht. Und leider hängt diese Kathi entgegen jeder Vernunft auch an eingangs erwähnten Sonnentorgewürzen, bei deren Anblick in Koffern oder Postpackerln jeder klassisch ausgebildete australische Zollbeamte berufsbedingtes Aga-Kröten-Schleudertrauma erleiden muss. Könnt ja ein Waldviertler Eapfekäfer mitimportiert worden sein in einem Doserl „Franzls Wildgewürz“, der dann 10.000 Kinder kriegt, die wieder 10.000 Kinder kriegen und dann wieder einmal adieu, endemische Flora und Fauna. Nichts ist auszuschließen. Ich weiß, wie streng die sind. Ich kenn alle Folgen von „Border Security“.

2) die logisch denkende Kathi, die eigentlich Mama oder Kontolimit heißt und dann doch die Stapel B und C vergrößert und Stapel A mit Bedacht zusammenstellt.

Es bleibt spannend.

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